In der Prignitz stehen bemerkenswerte Veränderungen bevor. Das Jahr 2026 wird als das Jahr der Großbaustellen in Wittenberge, Perleberg und Pritzwalk in die Geschichtsbücher eingehen. Laut maz-online umfasst das umfangreiche Bauprogramm neun zentrale Projekte, die allesamt auf eine nachhaltige infrastrukturelle und städtebauliche Veränderung der Region abzielen.
Die Arbeiten am Bahnhof Wittenberge sind ein zentrales Element dieses Vorhabens. Die Bahnmodernisierung wird 2026 abgeschlossen, was eine umfangreiche Instandsetzung der Bahnsteige und den Bau eines zusätzlichen Regional- und Fernbahnsteigs zur Folge hat. Zudem wird die Personenunterführung verlängert und auf modernste Technik bei Aufzügen und Beleuchtung gesetzt. Ziel ist es, einen barrierefreien und leistungsfähigen Knotenpunkt für den Fern- und Regionalverkehr zu schaffen.
Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Neugestaltung des Umfelds am Bahnhof Wittenberge, die laut wittenberge.de bereits im August 2024 begonnen hat. Diese Maßnahme umfasst die Sanierung des Empfangsgebäudes und die redesignte Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes sowie der Bushaltestellen. Hierfür werden etwa 3,1 Millionen Euro aufgebracht, wobei die Stadt Wittenberge selbst einen Eigenanteil von 280.000 Euro leistet. Besonders hervorzuheben sind die geplanten landschaftsplanerischen Maßnahmen, die eine Bahnpromenade mit zusätzlichen Bankelementen und Pflanzen beinhalten.
Die Sanierung erfolgt in vier Teilbereichen, wobei die ersten drei Bereiche bis Mitte 2025 umgesetzt werden sollen. Ein zusätzliches Highlight ist die Schaffung einer Bushaltestelle, die die Kapazitäten des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) erhöhen soll.
Weitere Schlüsselprojekte in der Region
Die Pläne für 2026 sehen jedoch nicht nur Veränderungen am Bahnhof vor. In Wittenberge entsteht ein neues Stadtquartier im Veritas-Park, das auf dem Gelände eines ehemaligen Industrieareals errichtet wird. Hier laufen bereits die Erschließungsarbeiten, und es wird mit Investitionen im zweistelligen bis dreistelligen Millionenbereich gerechnet. Zudem wird der Friedrich-Engels-Park in Perleberg umgestaltet, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und ökologische Aufwertungen umzusetzen.
Ein weiteres bemerkenswertes Projekt ist der Neubau der zentralen Feuerwache in Perleberg, die bis Ende 2026 in die Ausbauphase übergeht. Auch hier stehen große Investitionen an, und die Inbetriebnahme ist für 2026 vorgesehen. Die Sanierung des Großen Marktes 10 in Perleberg wird infolge archäologischer Funde ebenfalls anspruchsvoll, da Verzögerungen zu erwarten sind.
Langfristige Perspektiven und Bürgerbeteiligung
Mit dem Projekt „Prignitz 2040“ hat der Landkreis zudem eine langfristige Strategie zur Entwicklung der Region ins Leben gerufen. Bürger sind eingeladen, ihre Ideen und Visionen einzubringen, um die zukünftige Entwicklung aktiv mitzugestalten. Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen unterstützt und soll dazu beitragen, die Stärken und Verbesserungspotentiale der Region zu identifizieren.
Insgesamt stehen aufregende Zeiten bevor. Der umfassende Ausbau der Infrastruktur wird sowohl die Lebensqualität der Bürger erhöhen als auch die wirtschaftliche Entwicklung der Prignitz vorantreiben. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Projekte bis zur Landesgartenschau 2027 in Wittenberge weiter entfalten werden und welche innovativen Ideen die Bürger für die Zukunft der Region beisteuern werden.