Am Montag, den 9. Februar, sorgte eine kuriose Entdeckung für Aufsehen im kleinen Ort Weisen im Landkreis Prignitz. Die Polizei stellte in einem Wagen eines 30-Jährigen beeindruckende 1.100 Tafeln Schokolade sicher. Doch das war längst nicht alles, was die Beamten fanden. Neben der Schokolade wurden auch 286 Packungen Nüsse, 72 Packungen Kaffee, über 60 Dosen Fisch, Spülmaschinentabs und große Mengen Wurst sichergestellt. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass es sich um Hehlerware mit einem mittleren vierstelligen Wert handelt. Die Männer konnten keinen Eigentumsnachweis vorlegen, weshalb die Waren sichergestellt wurden und die Ermittlungen nun weitergehen (Quelle).

Solche Vorfälle sind nicht die Ausnahme, sondern werfen ein Schlaglicht auf ein weitverbreitetes Problem in unserer Gesellschaft: den Handel mit gestohlenen Waren. Ein ähnlicher Fall ereignete sich erst vor kurzem auf einem Flohmarkt in Glöwen, wo Polizisten mehrere Tausend Artikel gestohlener Waren sicherten. Ein aufmerksamer Zeuge hatte die Polizei informiert, nachdem er zahlreiche Artikel einer großen Handelskette erkannte. Die Ermittlungen ergaben, dass ein 47-jähriger Hauptverdächtiger aus dem Landkreis Prignitz über mehrere Jahre hinweg für eine Spedition gearbeitet hatte und dabei Lkw-Ladungen entwendete. Die entwendeten Waren wurden in den letzten Jahren sowohl im Internet als auch auf Flohmärkten verkauft (Quelle).

Die Dimension des Problems

Die Sicherstellung solcher Hehlerware ist ein klarer Hinweis auf die Herausforderungen, denen sich die Polizei gegenübersieht. Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) erfasst strafrechtliche Sachverhalte und bietet ein verzerrungsfreies Bild der angezeigten Kriminalität. Ihre Aufgaben umfassen die Beobachtung der Kriminalität, die Analyse des Tatverdächtigenkreises und die Erfassung von Veränderungen der Kriminalitätsquotienten. Diese Daten sind essentiell für die präventive und verfolgende Verbrechensbekämpfung und helfen, kriminologische sowie kriminalpolitische Maßnahmen zu entwickeln (Quelle).

Die aktuellen Fälle in Weisen und Glöwen zeigen, dass der Handel mit Hehlerware ein ernstzunehmendes Problem ist, das nicht nur die betroffenen Geschäfte schädigt, sondern auch das Vertrauen in die Rechtssicherheit unserer Gesellschaft beeinträchtigt. Die Polizei bleibt gefordert, um weiterhin gegen diese Art von Kriminalität vorzugehen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.