Bundesweit finden im November 2025 zahlreiche Demonstrationen gegen Rechtsextremismus, Hass, Antisemitismus und Hetze statt. Diese Veranstaltungen sind Teil einer umfassenden Bewegung für Demokratie, Toleranz und ein friedliches Miteinander. Auch in Brandenburg wird ein starkes Signal gesetzt: Am 8. November gab es eine große Demonstration gegen den AfD-Parteitag in Brandenburg an der Havel, gefolgt von einem Gedenken an die Novemberpogrome in Strausberg am 9. November. Die Termine und Orte der Demos werden dabei kontinuierlich aktualisiert, wie news.de berichtet.
Sonntag für Sonntag zeigen in Deutschland Millionen von Menschen Flagge gegen Rechtsextremismus. Immer wieder wird klar, dass die Mobilisierung gegen die AfD und mögliche Koalitionen mit rechten Kräften ungebrochen bleibt. Seit Jahresbeginn 2023 haben bereits mehr als 1,7 Millionen Menschen an Protesten gegen Rechts teilgenommen. Den größten Zuspruch erlebte die Münchener Demo am 8. Februar 2025 mit geschätzten 250.000 bis 320.000 Teilnehmern. Auch im Jahr 2024 demonstrierten zwischen Januar und April über vier Millionen Menschen für Demokratie, so rnd.de.
Vielfalt und Gedenken im Fokus
Die Veranstaltungen sind bunt gefächert: Neben Demonstrationen sind auch Workshops, Lesungen und Gesprächsrunden geplant, um das Bewusstsein für die Gefahren des Rechtsextremismus zu schärfen. In vielen Städten wird aktiv das Gedenken an historische Ereignisse gehalten, die an das Vergessen erinnern sollen. In Niedersachsen beispielsweise finden am 9. November Gedenkveranstaltungen in Osnabrück statt, während in Sachsen-Anhalt die Worte zum Tode von Widerstandskämpfer*innen in Halle gesprochen werden.
Doch nicht nur in Brandenburg wird solidarisch demonstriert. Auch in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bremen versammeln sich Tausende, um ihre Stimme gegen den Rechtsruck zu erheben. So war die Demo in Bremen besonders gut besucht mit etwa 35.000 Teilnehmern, was einmal mehr zeigt, dass die Anstrengungen jenseits von politischem Stillstand weitergehen müssen. Tagesschau.de hebt hervor, dass diese Bewegung nicht bloß eine gegenwärtige Reaktion darstellt, sondern ein fortwährendes Engagement für die Werte von Menschlichkeit und Freiheit ist.
Politische Reaktionen und Diskurse
Inmitten dieser Protestwelle melden sich auch politische Akteure zu Wort. Die CDU/CSU haben in einer Kleinen Anfrage zu staatlichen Fördergeldern für Organisationen wie “Omas gegen Rechts” und “Correctiv” Bedenken hinsichtlich der politischen Neutralität dieser Gruppen geäußert. Kritiker befürchten, dass damit ausschließlich Organisationen angegriffen werden, die gegen Rechtsextremismus stehen und teilweise auch gegen die CDU/CSU protestieren. Hier zeigt sich erneut, wie stark der Diskurs um Demokratie und deren Verteidigung in der aktuellen politischen Landschaft verankert ist.
Die deutsche Gesellschaft steht an einem kritischen Punkt: Die Vielzahl der Demonstrationen und die Solidarität breiter Bevölkerungsschichten sind sowohl ein Zeichen der Hoffnung als auch ein Aufruf zur Wachsamkeit gegen die Gefahren, die aus Hass und Ausgrenzung entstehen. Das Engagement für eine vielfältige, tolerante Gesellschaft ist unerlässlich, und es bleibt zu hoffen, dass dieser Geist der Zivilgesellschaft weiter wächst und blüht.