Heute ist der 23.03.2026. Der renommierte deutsche Regisseur Volker Koepp, geboren 1944 in Stettin, feiert mit seinem neuesten Dokumentarfilm „Chronos – Fluss der Zeit“ ein bedeutendes Comeback. Mit 81 Jahren bringt er eine beeindruckende Laufzeit von 198 Minuten mit, die sich mit den Themen des Exils auseinandersetzt. Dieser Film, der von 2020 bis 2026 in der Ukraine, der Republik Moldau und Deutschland produziert wurde, stellt eine eindringliche Auseinandersetzung mit der Region Sarmatien dar, die durch das Werk des Dichters Johannes Bobrowski geprägt ist.
Koepp, der 1962 sein Abitur in Dresden ablegte und an der Technischen Universität studierte, ist bekannt für seine tiefgründigen und langjährigen Filmprojekte. Bereits 1975 begann er mit einem Filmzyklus über Arbeiterinnen eines Obertrikotagen-VEB in Wittstock, was ihm den Ruf eines Chronisten vergehender Zeit einbrachte. Seine Arbeiten, unter dem Namen „Die Wittstock-Filme“ bekannt, sind Meilensteine in der deutschen Dokumentarfilmgeschichte und verdienen besondere Beachtung.
Ein neuer filmischer Blick auf Sarmatien
„Chronos – Fluss der Zeit“ wurde als Teil der Sektion Forum bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin ausgewählt und feierte dort seine Premiere. Der Film folgt einer Route durch Orte, die seit den 1970er-Jahren in Koepps Werk vorkommen, und bietet einen Fokus auf das Alltagsleben sowie die Biografien der Menschen, die in diesen historisch vielschichtigen Regionen leben. Die Region Sarmatien erstreckt sich zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer und hat eine bewegte Geschichte, die von politischer Gewalt im 20. Jahrhundert, der COVID-19-Pandemie und dem aktuellen russischen Krieg gegen die Ukraine beeinflusst ist.
Die Dreharbeiten, die ursprünglich für 2021 geplant waren, erlebten Verzögerungen aufgrund der Pandemie und des Krieges. Koepp arbeitete teilweise allein in der Ukraine und nutzte sogar ein Smartphone für Aufnahmen. Dies zeigt einmal mehr seine unermüdliche Hingabe und Anpassungsfähigkeit als Filmemacher. „Chronos – Fluss der Zeit“ wird in einer mehrsprachigen Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt und vertrieben von dem Berliner Verleih Salzgeber.
Kulturelle Einflüsse und Auszeichnungen
Volker Koepp wurde 2023 mit der Ehrenmedaille der Stadt Wittstock/Dosse ausgezeichnet, was seine Verdienste um die deutsche Filmkultur unterstreicht. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Kalte Heimat“ (1995), „Herr Zwilling und Frau Zuckermann“ (1999) sowie „Gehen und Bleiben“ (2023). Mit fast 50 produzierten Filmen hat er einen bedeutenden Beitrag zur Dokumentarfilmkunst geleistet, der weit über die Grenzen Deutschlands hinausreicht.
Die nächste Vorstellung von „Chronos – Fluss der Zeit“ findet am 25. März um 19 Uhr im Zentralkino Dresden statt. Dieser Film ist nicht nur ein visuelles Erlebnis, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der komplexen historischen und kulturellen Verflechtungen in den Regionen, die Koepp so eindrucksvoll porträtiert.
Für weitere Informationen zu Volker Koepp und seinen Werken kann auf die DNN-Website verwiesen werden. Weitere Details zu „Chronos – Fluss der Zeit“ finden sich auch auf der Wikipedia-Seite.

