Tempo 30 für Herzsprung: Für mehr Sicherheit auf den Straßen!
Herzsprung plant Tempo-30-Zonen zur Verkehrsberuhigung. 6000 Euro für ein Lärmgutachten im Haushalt 2026 eingeplant.

Tempo 30 für Herzsprung: Für mehr Sicherheit auf den Straßen!
In Herzsprung, einem Stadtteil der Gemeinde Heiligengrabe, gibt es Bestrebungen, die Straßen sicherer zu gestalten. Die Fraktion Heiligengraber Land/Bürgerliste Blumenthal-Grabow-Rosenwinkel (HL-BGR) hat sich klar für die Einrichtung von Tempo-30-Zonen ausgesprochen. Dies wurde am Dienstag, den 25. November 2025, in einer einstimmigen Entscheidung der Gemeindevertretung besiegelt. Im Haushalt 2026 sind bereits 6000 Euro für ein Lärmgutachten eingeplant, das von einem externen Fachbüro erstellt werden soll, um die Notwendigkeit solcher Maßnahmen zu untermauern, wie maz-online.de berichtet.
Der Vorsitzende des Bauausschusses, Sebastian Rätzsch, betonte, dass das Budget zwar bereitgestellt wurde, jedoch nicht zwingend abgerufen werden muss. Es gehe zunächst darum, für den Fall der Fälle Gelder zu sichern. Bürgermeister Karl-Friedrich Schült (BVB/Freie Wähler) hat die Initiative ebenfalls unterstützt und setzt sich bereits seit Jahren für Verkehrsberuhigungsmaßnahmen ein.
Bedarf an Verkehrsberuhigung
Die Forderung nach Tempo-30-Zonen ist nicht neu. Der Ortsbeirat Herzsprung hat schon lange um Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung gebeten, darunter auch Fußgängerüberwege und spezielle Radfahrwege. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Ortsdurchfahrt, die gerade bei Umleitungen von der A24 stark belastet ist. Viele Passanten, inklusive Eltern mit Kindern, nutzen diese Strecken regelmäßig, um Einrichtungen wie Kita, Spielplatz und Bushaltestelle zu erreichen. Doch die Bedingungen sind oft gefährlich: Die Straßen sind eng, die Kurven unübersichtlich und sichere Querungen fehlen, so maz-online.de.
Doch nicht alles, was sicherer wirken soll, könnte auch rechtlich umsetzbar sein. Der Landkreis hat bereits in der Vergangenheit allgemeine Tempobegrenzungen auf 30 km/h abgelehnt. Laut den geltenden Bestimmungen sind Tempo-30-Zonen innerorts nur zulässig, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. So dürfen sie nicht auf Hauptverkehrsstraßen oder Vorfahrtstraßen eingerichtet werden, auch nicht an Straßen mit Lichtsignalanlagen. Dies stellt die Initiative vor Herausforderungen, denn die Straßenverhältnisse in Herzsprung sind auch nicht optimal, wie stvo2go.de erklärt.
Zukunftsaussichten und mögliche Lösungen
Ein Lärmgutachten könnte neue Perspektiven eröffnen und ist auch eine der Voraussetzungen, um die Forderungen nach Tempo-30-Zonen zu untermauern. Es könnte der entscheidende Faktor sein, um die Verkehrssituation zu ändern und somit die Lebensqualität der Anwohner zu verbessern. Messungen könnten belegen, dass eine Verkehrsberuhigung notwendig ist, um Lärm und Abgase zu reduziert, was dem Ziel der erwünschten Zonen entspricht, wie adac.de darlegt.
Im Zuge der anhaltenden Diskussion bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Verkehrssicherheit in Herzsprung tatsächlich zu erhöhen. Bleibt zu hoffen, dass die Bürger*innen bald in einem sichereren Umfeld leben können, wo die Straßen nicht nur passierbar, sondern auch „lebenswert“ sind.