Khartoum im Fokus: Flüchtlinge erzählen ihre bewegende Geschichte im Film

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Erleben Sie im Berlinale Spotlight die Weltpremiere des Films "Khartoum", ein emotionales Porträt sudanesischer Überlebender im Krieg.

Erleben Sie im Berlinale Spotlight die Weltpremiere des Films "Khartoum", ein emotionales Porträt sudanesischer Überlebender im Krieg.
Erleben Sie im Berlinale Spotlight die Weltpremiere des Films "Khartoum", ein emotionales Porträt sudanesischer Überlebender im Krieg.

Khartoum im Fokus: Flüchtlinge erzählen ihre bewegende Geschichte im Film

Die schrecklichen Ereignisse des Bürgerkriegs im Sudan haben nicht nur das Leben von Millionen Menschen beeinflusst, sondern auch die Kreativität und den Ausdruck der betroffenen Filmemacher neu entfacht. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist der Film „Khartoum“, der von einem Team sudanesischer Filmemacher in Zusammenarbeit mit einem britischen Regisseur entstand. Die Vorstellung dieses emotionalen Werkes ist Teil der Berlinale Spotlight – Berlinale Panorama, die sich mit der schwierigen Realität der Kriegsfolgen auseinandersetzt. Wie berlin.de berichtet, ermöglicht der Film den Zuschauern einen einzigartigen Einblick in das Alltagsleben von fünf Bewohnern Khartoums während eines entscheidenden Moment in der Geschichte Afrikas.

Die Protagonisten des Films sind mehr als nur Statisten; sie stehen stellvertretend für die Stimmen derjenigen, die im Schatten des Krieges leben. Lokain und Wilson, zwei Straßenjungen, durchforsten eine Müllhalde nach T-Shirts, während Khadmallah, eine alleinerziehende Teeverkäuferin, ihre mathematischen Fähigkeiten verbessert, um ihr eigenes Geschäft zu gründen. Jawad, ein Widerstandskämpfer, und Majdi, ein Beamter, der mit seinem Sohn Taubenrennen veranstaltet, fügen dem Narrativ weitere Facetten hinzu, die das tragische und zugleich hoffnungsvolle Leben in Khartoum widerspiegeln. Die Dreharbeiten begannen im Kontext eines Regimes, das die Macht durch einen Putsch erlangte, und mündeten in einen verheerenden Krieg zwischen der Armee und der Rapid Support Forces.

Der kreative Umgang mit Trauma

Die Herausforderung, das erlittene Trauma der Protagonisten in filmische Form zu gießen, ist wesentlicher Bestandteil des Projekts. In Abgrenzung zu konventionellen Dokumentationen hat das Team innovative Techniken eingesetzt, um die Erlebnisse der Überlebenden darzustellen. Dies geschieht mithilfe von Animationen, Green-Screen-Rekonstruktionen und Traumsequenzen, die es dem Publikum ermöglichen, sich in die Geschichten hineinzuversetzen. Reuters Institute hebt hervor, dass dieses Reenactment in ihrer Erzählweise eine wesentliche Möglichkeit darstellt, wenn kein Filmmaterial vorhanden ist. Die Filmemacher arbeiten dabei eng mit Psychologen zusammen, um die emotionale Belastung der Teilnehmer coming support zu gewährleisten. Ethik und Sensibilität sind hier von größter Bedeutung.

Ein eindrucksvolles Beispiel aus dem Film ist die Szene, in der Majdi sich in einer nachgestellten Abscheidung von seinem Kind zeigt, was seine Unsicherheit über die Zukunft zum Ausdruck bringt. Khadmallah beschreibt schockierende Erlebnisse, die sie selbst durchlebt hat, und regt damit zur Reflexion an. Die Reenactments bieten einen einzigartigen Blick auf das kollektive Trauma, das die Bevölkerung durchlebt hat, während sie gleichzeitig individuelle Geschichten und Erfahrungen würdigen.

Details zur Filmvorführung

Die Premiere von „Khartoum“ wird am 28. November 2025 stattfinden und verspricht, ein Highlight für alle Liebhaber des Dokumentarfilms zu werden. Der Film, der auf Arabisch mit englischen Untertiteln präsentiert wird und eine Laufzeit von 80 Minuten hat, wird von den Regisseuren Anas Saeed, Rawia Aöhag, Ibrahim Snoopy, Timeea M Ahmed und Phil Cox inszeniert. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, jedoch ist eine Registrierung erforderlich. Ein Filmgespräch mit Co-Produzent Frank Albers und dem angefragten Produzenten Talal Afifi wird das Programm ergänzen und den Zuschauern die Möglichkeit geben, tiefergehende Einblicke zu erhalten.

Dieses Werk steht nicht nur für die Geschichtenerzählung, sondern auch für den kreativen Widerstand der sudanesischen Filmemacher, die sich trotz der Gefahren, die ihre Landsleute in der Berichterstattung ausgesetzt sind, engagieren. In einem Land, das im globalen Pressefreiheit-Index auf dem 156. Platz rangiert, ist es eine echte Herausforderung, die eigene Stimme zu erheben. Dennoch bleiben die Macher des Films „Khartoum“ unermüdlich daran, ihre Geschichten zu erzählen und das Bewusstsein für die humanitären Tragödien zu schärfen. Die Berlinale Spotlight-Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum für Vertreibung, Vertreibung, Versöhnung und dem European Film Market ist eine Gelegenheit, sich mit diesen essenziellen Themen auseinanderzusetzen und die Stimmen der Marginalisierten zu unterstützen.