Feministische Filmkunst: Sieben Kurzfilme, die begeistern!

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Entdecken Sie die Filmreihe in Rheinsberg am 22.11.2025, mit sieben Kurzfilmen renommierter feministischer Regisseurinnen.

Entdecken Sie die Filmreihe in Rheinsberg am 22.11.2025, mit sieben Kurzfilmen renommierter feministischer Regisseurinnen.
Entdecken Sie die Filmreihe in Rheinsberg am 22.11.2025, mit sieben Kurzfilmen renommierter feministischer Regisseurinnen.

Feministische Filmkunst: Sieben Kurzfilme, die begeistern!

Heute am 22. November 2025 ist das lokale Kino der Anlaufpunkt für alle Kulturinteressierten. Im Rahmen des Filmprogramms „Looking Back to the Present“ zeigt die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) sieben herausragende Kurzfilme, die von zehn talentierten Frauen inszeniert wurden, die an dieser Akademie studiert oder gelehrt haben. Die Filme, die in den 1960er und 1980er Jahren entstanden sind, beleuchten verschiedene Aspekte des Lebens und der Geschlechterrollen, die auch heute noch relevant sind. Berlin.de berichtet, dass diese Filme eine einzigartige Stimme in der deutschen Filmgeschichte repräsentieren.

Einer der Höhepunkte des Programms ist der Kurzfilm „Subjektitüde“ (FRG 1966) von Helke Sander, der das magische Zusammentreffen zweier Personen auf der Straße zeigt, während ihre Gedanken für die Zuschauer:innen hörbar werden. Sander, eine Schlüsselfigur des feministischen Films, hat bereits 1968 mit ihrer Rede an die Sozialistische Deutsche Studentenbewegung (SDS) für Gleichberechtigung gekämpft. Dies war ein Wendepunkt, denn in der politischen Diskussion waren Frauen oft unterrepräsentiert, während sie gleichzeitig für das Privatleben der revolutionären Männer zuständig waren, was in der Gesellschaft der 1960er und 70er Jahre zu einem grundlegenden Umbruch führte, wie MUBI berichtet.

Vielfältige Perspektiven

Ein weiterer Film im Fokus ist „Familiengruft – ein Liebesgedicht an meine Mutter“ (FRG 1983) von Maria Lang, welcher ein berührendes Familienporträt in alltäglichen Szenen bietet. Neben dem Blick auf das Familienleben wird auch diskutiert, wie Frauen in ihren Rollen dargestellt werden, was von einer aktuellen Studie zur Diversität im deutschen Film en clôture wird. Diese Studie zeigt auf, dass Frauen in zentralen Filmrollen bis zur Mitte ihrer 30er Jahre gleich häufig vertreten sind, danach die Sichtbarkeit jedoch dramatisch abnimmt – vor allem bei den über 50-Jährigen, die in nur 30% der zentralen Rollen vorkommen, während 70% der Hauptrollen von Männern besetzt sind, wie auf Feminismus im Film zu lesen ist.

„Der Anschlag“ (FRG 1984), ein Werk von Pia Frankenberg, bringt die Zuschauer:innen dazu, über die Bedeutung von Kunst und Protest nachzudenken, indem es eine unerwartete Aggression in einen künstlerischen Kontext setzt. Der Film zeigt, dass Frauen in der Kunst nicht nur Zuschauerinnen, sondern Akteurinnen sind. Dies ist ein wesentlicher Aspekt der feministischen Filmbewegung, die sich laut MUBI häufig durch autobiografische Ansätze und Zusammenarbeit unter Frauen auszeichnete.

Experimentelle Filmemachen

Besonders bemerkenswert ist der Film „Das Frühstück der Hyäne“ (FRG 1986) von Elfi Mikesch, der mit surrealen Elementen spielt und die innere Welt einer Frau in New York beleuchtet. Der spielerische Umgang mit der Realität ist auch in „Ariel“ (FRG 1984) von Angelika Levi und Lilly Grote zu finden, der eine bedrohliche, kafkaeske Atmosphäre hervorruft und die Betrachter:innen in eine andere Dimension entführt.

Die gezeigten Werke sind nicht nur künstlerische Beiträge, sondern auch ein Aufruf zur Reflexion über die Rolle der Frauen im Film und der Gesellschaft. In einer Zeit, in der feministische Themen im Film oft unterrepräsentiert sind, sind Programme wie „Looking Back to the Present“ von unschätzbarem Wert, um der Vielfalt der weiblichen Perspektive im deutschen Kino Gehör zu verschaffen. Diese Filme verdienen es, gesehen und gehört zu werden!