Die Stadtwerke Neuruppin haben gute Nachrichten für alle Heizungsbesitzer in der Region: Ab dem 1. Januar 2024 wird der Wärmepreis um durchschnittlich 1,43 Prozent gesenkt. Das bedeutet für private Haushalte mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 kWh eine potenzielle Ersparnis von rund 99 Euro im Jahr, während Mieter mit einem Verbrauch von 8.000 kWh etwa 46,80 Euro sparen können. Aber wie kommt es zu dieser Preissenkung? Die Maz berichtet, dass der Wärmepreis zuletzt im Januar 2025 um beachtliche 21 Prozent gesenkt wurde, was das Heizen für viele Haushalte in Neuruppin deutlich günstiger macht.

Der Trend zur Fernwärme hält an: Bereits 2022 heizten mehr als 56 Prozent der Neuruppiner Haushalte mit Fernwärme, und die Tendenz ist steigend. Jährlich kommen rund 50 neue Haushalte in das Wärmenetz, das sich über rechtschaffene 80 Kilometer erstreckt und etwa 7.800 Haushalte versorgt. Interessant wird es aber auch in der Zukunft, denn die Stadtwerke haben das Monopol auf die Fernwärmeversorgung in der Region und planen bereits, bis 2027 eine Geothermie-Anlage zu errichten, um die Wärmeproduktion umweltfreundlicher zu gestalten.

Preisgründe und Vergleich

Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer der VEA, erklärt die Faktoren, die diese Preisanpassungen beeinflussen. Zum einen spielt die Brennstoffwahl eine Rolle: Die Preise für fossile Brennstoffe wie Gas und Heizöl sind seit 2024 im Vergleich zu 2022 und 2023 gesunken. Zum anderen sind die Fixkosten für die Wärmeerzeugung und das Fernwärmenetz relevant. Die Energiepreise variieren erheblich, wobei neuste Vergleiche zeigen, dass die Preisspanne für Fernwärme bei 1.500 h/a zwischen 88,00 Euro/MWh (Stadtwerke Hamm) und 185,74 Euro/MWh (Stadtwerke Hanau) liegt. Im Durchschnitt beläuft sich der Preis auf 133,90 Euro/MWh für die genutzte Wärmemenge bei 1.500 h/a.

  • Die zehn günstigsten Fernwärmeversorgungsunternehmen (FVU) sind:
    • Stadtwerke Hamm GmbH
    • Stadtwerke Iserlohn GmbH
    • Stadtwerke Bielefeld GmbH
    • Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH
    • Stadtwerke Eisenhüttenstadt GmbH
    • Enertec Hameln GmbH
    • Stadtwerke Kiel AG
    • Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH
    • Stadtwerke Lemgo GmbH
    • Stadtwerke Hürth Anstalt öffentlichen Rechts
  • Die acht teuersten FVU sind:
    • Stadtwerke Hanau GmbH
    • Stadtwerke Frankfurt (Oder) GmbH
    • DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH
    • Gemeindewerke Trappenkamp
    • Stadtwerke Völklingen Vertrieb GmbH
    • RhönEnergie Fulda GmbH
    • envia THERM GmbH
    • Vetschau Stadtwerke Gotha GmbH

Spannend ist die Frage, wie sich die geplante Geothermie-Anlage auf die zukünftigen Preise auswirken wird. Laut den Stadtwerken könnte die Nutzung von Erdwärme die Kosten erheblich reduzieren, da für die Erdwärme kein CO₂-Preis anfällt. Im Gegensatz dazu müssen für Erdgas aktuell 55 Euro pro Kubikmeter CO₂ bezahlt werden. Das Unternehmen investiert in diesem Jahr etwa 2,9 Millionen Euro in CO₂-Zertifikate, um den CO₂-Ausstoß zu kompensieren. Zudem hoffen die Stadtwerke auf einen Zuschuss des Bundes, der die Betriebskosten für die ersten zehn Jahre der Geothermie-Anlage senken könnte.

Abschließend lässt sich festhalten: Heizen mit Fernwärme in Neuruppin wird auch 2026 billiger, was für viele Haushalte eine positive Entwicklung darstellt. Das voranschreitende Wachstum des Wärmenetzes und die Initiativen zur Nutzung erneuerbarer Energien zeigen, dass die Stadtwerke Neuruppin mit gutem Beispiel vorangehen.