Rund 35 junge Menschen im Alter von 10 bis 27 Jahren haben am vergangenen 25. November in Neuruppin an einer Ideenwerkstatt teilgenommen, die als voller Erfolg gilt. Unter der Leitung von Kinder- und Jugendkoordinator Stephan Haack wurden kreative Impulse gesetzt und konkrete Projektideen entwickelt. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung sollen nun dazu dienen, die Stimmen junger Menschen in die Stadtentwicklung einzubeziehen. Neuruppin berichtet, dass …
Die Schwerpunkte, die die Teilnehmenden setzten, zeigen die aktuellen Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen in Neuruppin deutlich auf. Im Bereich Schule & Bildung forderten viele eine stärkere Mitbestimmung bei Unterrichtsinhalten und einen höheren praktischen Bezug zu Themen wie Finanzen, Bewerbung und Alltagskompetenzen. Auch in der Freizeit & Stadtentwicklung gingen die Ideen in Richtung eines zentralen Jugendtreffs, der als Raum zum Chillen, Lernen, Spielen und kreativ Sein dienen soll. Daneben wurden Anregungen für zusätzliche Outdoor-Angebote, wie Basketballflächen und Erweiterungen der Skateflächen, gegeben.
Kinder- und Jugendbeteiligung als Schlüsselthema
Ein weiteres zentrales Anliegen waren Verkehr & Sicherheit. Hier äußerten die Jugendlichen den Wunsch nach sicheren Radwegen, einer besseren Beleuchtung sowie saubereren öffentlichen Bereichen. Auch Witterungsschutz an Busknotenpunkten wurde als wichtig erachtet. Diese Forderungen sind Teil einer breiteren Bewegung, die die Mitbestimmung junger Menschen in kommunalen Angelegenheiten fördert. Jugendbeteiligung Brandenburg ist hier aktiv.
Die Ideenwerkstatt war nicht nur der Ort für die Entstehung erster Projektideen, sondern auch ein Sprungbrett für mehr Engagement im zukünftigen Kinder- und Jugendforum, das voraussichtlich im Jahr 2026 stattfinden wird. Zwischen den Foren können die Jugendlichen zudem monatlich am Kinder- und Jugendparlament teilnehmen, wo ihre Anliegen und Ideen fortlaufend diskutiert werden. Die Termine werden über die Homepage und Social Media Kanäle der Fontanestadt kommuniziert.
Politische Unterstützung und Perspektiven
Die erste Beigeordnete und Vize-Bürgermeisterin von Neuruppin, Daniela Kuzu, hat die Kinder- und Jugendbeteiligung zu einem ihrer Kernprojekte gemacht. Sie setzt sich dafür ein, dass auch die Stimmen der Jugendlichen in der kommunalen Entscheidungstechnik ernst genommen werden. Neben der Wiederbelebung des Kinder- und Jugendbeirates wurde bei der letzten Jugendkonferenz bereits unter Beweis gestellt, wie wichtig die Meinungen junger Menschen sind. Über 100 Kinder und Jugendliche waren hier aktiv und arbeiteten an verschiedenen Thementischen. Das Zukunftspaket unterstützt diese Bemühungen.
Auf politischer Ebene wurde kürzlich ein Beschluss zur Installation von zwei Mülleimern zur Mülltrennung gefasst, der mit einem Budget von 5000 Euro realisiert wird. Kuzu hebt hervor, wie unerlässlich eine kindgerechte Sprache in der Politik ist, um die Anliegen der jungen Generation adäquat zu kommunizieren. Um Kinder und Jugendliche besser zu erreichen, plant sie zudem, Kummerkästen in Schulen anzubringen.
Insgesamt zeigt die jüngste Ideenwerkstatt, dass in Neuruppin ein gutes Händchen für die Einbindung junger Stimmen in die Stadtentwicklung besteht. Damit wird nicht nur auf aktuelle Bedürfnisse reagiert, sondern den Jugendlichen auch eine Plattform geboten, um aktiv an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitzuwirken.