Windkraft in OPR: Antrag auf Bestehende Anlagen Abgelehnt!

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Kyritz diskutiert Windkraft: Antrag auf Anrechnung bestehender Anlagen abgelehnt. Regionalplan in Arbeit, Bedenken zur Netzkapazität.

Kyritz diskutiert Windkraft: Antrag auf Anrechnung bestehender Anlagen abgelehnt. Regionalplan in Arbeit, Bedenken zur Netzkapazität.
Kyritz diskutiert Windkraft: Antrag auf Anrechnung bestehender Anlagen abgelehnt. Regionalplan in Arbeit, Bedenken zur Netzkapazität.

Windkraft in OPR: Antrag auf Bestehende Anlagen Abgelehnt!

In der Region Brandenburg dreht sich alles um die Windkraft und die Maßnahmen zur Nutzung dieser erneuerbaren Energiequelle. Derzeit wird ein Regionalplan zur Windenergienutzung für die Landkreise Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz erarbeitet, jedoch liegt bislang nur ein Entwurf vor. Der Regionalrat Axel Schmidt setzte sich für eine wichtige Änderung ein: Er wollte, dass alle bestehenden Windkraftanlagen für das Flächenziel in Brandenburg angerechnet werden. Doch sein Antrag fand bei der Abstimmung am 20. November in Kyritz keine Mehrheit. MAZ berichtet, dass laut dem Windenergieflächenbedarfsgesetz bis 2027 1,8 Prozent der Landesfläche für Windkraft verwendet werden sollen. Dies führt zu einer intensiven Diskussion über die Flächennutzung und die richtige Herangehensweise zur Zielerreichung.

Der Bürgerinitiativenvertreter Steffen Heiduk äußert sich enttäuscht über die Ablehnung von Schmidts Vorschlag, da er der Meinung ist, dass das Flächenziel bereits erreicht wäre, wenn alle existierenden Anlagen mit einbezogen würden. Der Entwurf des Regionalplans sieht jedoch vor, das Flächenziel ausschließlich mit Anlagen in Vorranggebieten abzudecken – bislang gibt es in diesen Regionen 46 ausgewiesene Vorranggebiete.

Ein Ausblick auf die zukünftige Windnutzung

Die Debatte um die Windkraftnutzung ist noch nicht ausgetragen. Landrat Alexander Tönnies von Oberhavel begründet die Überweisung des Antrags in den Fachausschuss mit unklaren Begriffen, die noch definiert werden müssen. Bürgermeister Karl-Friedrich Schült aus Heiligengrabe sieht hingegen optimistisch in die Zukunft – er denkt, dass das Flächenziel bis 2032 auf 2,2 Prozent angehoben werden könnte, wenn alle bestehenden Anlagen mitgezählt werden.

Planer Thomas Jansen verweist darauf, dass Anlagen, die nicht in Vorranggebieten stehen, bis Ende 2030 durch modernere Windkraftanlagen ersetzt werden dürfen, was unter dem Begriff „Repowering“ bekannt ist. Diese Option könnte helfen, die regionalen Windkraftanlagen effizienter und leistungsfähiger zu gestalten.

Genehmigungsverfahren und Umweltaspekte

Ein zentrales Thema im Kontext der Windkraft ist das Genehmigungsverfahren, das gemäß dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) organisiert wird. Dieses Gesetz sichert den Umweltschutz, indem es prüft, ob durch Windkraftanlagen negative Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen entstehen könnten. Energieportal Brandenburg erklärt dazu, dass bei diesem Verfahren häufig auch Umweltverträglichkeitsprüfungen erforderlich sind und dass es eine behördliche und öffentliche Beteiligung gibt.

Laut der Fachagentur Wind-Solar ist die Erteilung einer Genehmigung vor allem dann notwendig, wenn die Windkraftanlagen eine bestimmte Höhe überschreiten. Auch bei der Errichtung müssen wichtige Vorschriften aus dem Immissionsschutzrecht, dem Natur- und Artenschutzrecht sowie dem Bauordnungsrecht beachtet werden, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.

Zurzeit stehen alle Beteiligten vor der Herausforderung, die notwendige Infrastruktur zu schaffen, um den erzeugten Strom auch abführen zu können. Die Bedenken bezüglich unzureichender Netzkapazitäten in der Region sind nicht unbegründet und müssen in künftigen Planungen ernst genommen werden. Viola Terzijska vom Verein Freiraum Wittstock-Ruppiner Heide schlägt vor, dass Experten wie Hannes Hobitz von Edis informiert werden, um über die aktuelle Situation der erneuerbaren Energien und die erforderlichen Netzkapazitäten zu sprechen.

Der Wind weht also kräftig in Brandenburg – die nächsten Schritte in der Windkraftnutzung werden spannend und entscheidend sein für die Energiezukunft der Region.