Heute ist der 3.03.2026 und in Kyritz gibt es Neuigkeiten, die sowohl die lokale Bevölkerung als auch die angrenzenden Gemeinden betreffen. Ein großes Projekt steht in den Startlöchern: 50hertz plant den Bau eines Umspannwerks auf einem Gelände von etwa 18 Hektar. Die ersten Planungen sind bereits angelaufen, doch die Anwohner sind skeptisch. Eine Bürgerinitiative hat sich formiert, um gegen diese Vorhaben zu protestieren. Die Stadtverordneten von Kyritz haben ebenfalls angekündigt, mit dem Netzbetreiber in Verhandlungen zu treten, um die Bedenken der Bevölkerung zu adressieren. Diese Situation hat Ähnlichkeiten mit der Bürgerinitiative Pöschendorf, die den Bau eines Umspannwerks, eines Gleichstromkonverters und einer Gleichstromschaltanlage ablehnt. Sie erhält Unterstützung von der Gemeindevertretung und Bürgern aus Pöschendorf sowie angrenzenden Umlandgemeinden. Eine Online-Petition, die im März 2024 gestartet wurde, hat bereits über 3.600 Unterschriften gesammelt, aber der Schleswig-Holsteinische Landtag hat die Bearbeitung der Petition abgelehnt, da Tennet ein privatrechtlich organisiertes Unternehmen ist und nicht der parlamentarischen Kontrolle unterliegt (mehr dazu finden Sie in der Quelle hier).
Die Sorgen der Anwohner sind nicht unbegründet. Michael Bellmann, ein Anwohner seit 2003, hebt hervor, dass das geplante Umspannwerk eine Fläche von 25 Hektar benötigt, was etwa 30 Fußballfeldern entspricht. Die Bürgerinitiative hat fünf alternative Standorte vorgeschlagen, die ihrer Meinung nach weniger gravierende Eingriffe in Mensch und Natur bedeuten. Sie wartet nun seit fünf Monaten auf Feedback von Tennet. Der Gemeinderat in Pöschendorf unterstützt die Initiative und fordert, dass bei möglichen Baumaßnahmen ein Abstand von mindestens 400 Metern zur Wohnbebauung eingehalten wird.
Bauland in Neuruppin und andere lokale Themen
Während die Diskussion um das Umspannwerk in Kyritz weiterhin anhält, gibt es auch in Neuruppin Herausforderungen in Bezug auf die Entwicklung von Bauland. Das Wohngebiet an der Eisenbahnstraße kommt kaum voran, und das Areal der Grauert‘schen Gärten bleibt brach, obwohl es sich gut für Eigenheime eignet. Ein wesentliches Problem stellt der Lärm von der benachbarten Bahnlinie dar. Zudem muss das Areal auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht werden, was die Fortschritte weiter verzögert. Neuruppin wartet momentan auf eine Zusage zur Kostenübernahme und auf die Munitionsbergungsfirma.
Inmitten dieser lokalen Entwicklungen sorgt sich Asadolah Fakhari, ein Gastronom in Kyritz, um seine Familie in Teheran. Nachdem Israel und die USA am 28. Februar mit Angriffen auf den Iran begonnen haben, plant Fakhari, in den Iran zu reisen, sobald es die Umstände erlauben. Dies wirft ein Schlaglicht auf die internationalen Spannungen, die auch lokale Gemeinschaften betreffen können.
Ein Verlust für die Kulturszene und die Ausbildungsmesse in Wittstock
Ein weiterer trauriger Nachrichtenpunkt ist der Tod von Peter Brüssow, dem ehemaligen Leiter der Kreismusikschule Neuruppin, der kürzlich im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Brüssow war ein leidenschaftlicher Saxofon-Spieler und wird am 10. März in Neuruppin beigesetzt. Sein Verlust ist ein schwerer Schlag für die lokale Kulturszene.
Auf einer positiveren Note fand am Städtischen Gymnasium in Wittstock eine Ausbildungsmesse statt, bei der über 40 Betriebe und Einrichtungen vertreten waren. Diese Veranstaltungen gewinnen an Bedeutung, um Jugendlichen bei ihrer Berufswahl zu helfen und persönliche Kontakte zu Ausbildungsstellen zu knüpfen. Solche Initiativen sind entscheidend, um den Nachwuchs in der Region zu fördern und ihm Perspektiven zu bieten.