Die Bahnverbindungen zwischen Berlin und Schwerin werden ab dem 1. August 2025 bis zum 30. April 2026 durch eine Generalsanierung der Deutschen Bahn AG umgestaltet. Diese Maßnahme betrifft die 278 Kilometer lange Strecke zwischen Hamburg und Berlin und hat weitreichende Folgen für den Regionalverkehr in der Region. Besonders der Regionalexpress RE85, welcher normalerweise zwischen Schwerin über Oranienburg bis nach Berlin fährt, wird in seiner Funktion erheblich eingeschränkt. Tagsüber, von 6 bis 22 Uhr, endet der RE85 nun dauerhaft in Berlin-Gesundbrunnen und fährt nicht mehr bis zum früheren Ziel Berlin-Südkreuz. Lediglich die letzten beiden Züge am Abend halten noch in Südkreuz. Reisende, die von Oranienburg zum Berliner Hauptbahnhof, Potsdamer Platz oder Südkreuz möchten, sind gezwungen, auf den RE5 auszuweichen oder in Gesundbrunnen umzusteigen.

Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (Odeg) ist der Betreiber dieser Linie, die voraussichtlich bis zum 30. April 2026 zwischen Berlin, Oranienburg und Schwerin in Betrieb bleibt. Die Änderungen sind notwendig, um hohe Belastungen auf der neuen Dresdner Bahn zwischen dem Hauptbahnhof, Südkreuz und dem Flughafen BER zu bewältigen, die zu häufigen Verspätungen führen. Während der Bauarbeiten auf der Strecke zwischen Berlin und Hamburg wird der RE85 als Sonderlinie fungieren und alle zwei Stunden verkehren.

Details zur RE85 und den Bauarbeiten

Die RE85 wird als Umfahrungsmöglichkeit während der Generalsanierung eingesetzt und ersetzt zeitweise die Linie RE8 zwischen Berlin, Schwerin und Bad Kleinen. Die Haltestellen in Berlin umfassen Gesundbrunnen, aber auch Potsdamer Platz und den Hauptbahnhof. Umstiegsmöglichkeiten bestehen in Bad Kleinen für Reisende nach Wismar. Diese Umstrukturierung ist Teil eines umfassenden Plans, die Strecke zu einem „Hochleistungskorridor“ auszubauen, was auch die Modernisierung von 28 Bahnhöfen entlang der Strecke umfasst.

Die Bauarbeiten, die am 1. August 2025 um 21 Uhr beginnen und bis zum 30. April 2026 andauern, bringen jedoch nicht nur Veränderungen für den RE85 mit sich. Während dieser Zeit werden viele andere Zugverbindungen teilweise oder vollständig durch Busse ersetzt. Die täglichen Nutzung der ICE-Strecke, die derzeit 230 Züge und etwa 30.000 Fahrgäste pro Tag befördert, wird ebenfalls betroffen sein.

Fahrgäste und Alternativen

Für die Pendler aus der Region gibt es während der Sanierungszeit jedoch einige Alternativen. Reisende können die neuen IC-Ersatzbusse nutzen, die eine Verbindung von Ludwigslust nach Hamburg anbieten. Zudem bleibt Rostock dreimal täglich durch direkte Fernverkehrszüge mit Hamburg verbunden, auch wenn sich die Fahrzeiten durch Umleitungen verlängern. Für die Fahrgäste, die auf den RE85 angewiesen sind, stellt die Odeg sicher, dass die normalen Tickets des Nahverkehrs weiterhin gültig sind und die Doppelstocktriebzüge mit etwa 400 Sitzplätzen zur Verfügung stehen.

Die Umbauarbeiten und die Anpassung der Zugverbindungen sind Teil eines größeren Plans, die Eisenbahninfrastruktur in der Region zu verbessern und die Kapazitäten der Züge zu erhöhen. Die Reisenden werden gebeten, sich im Vorfeld über die Änderungen und Ersatzverbindungen zu informieren. Weitere Informationen zu den Bauarbeiten zwischen Berlin und Hamburg sind auf einer Sonderseite der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) verfügbar.

Für alle, die häufig mit der Bahn reisen, sind die Fahrgastrechte ausgesprochen wichtig. Bei Verspätungen ab einer Stunde können Fahrgäste eine Erstattung von 25 % und ab zwei Stunden sogar 50 % beantragen. Auch Zeitfahrkarten wie das Deutschlandticket sind von diesen Regelungen betroffen. Pendler werden daher angehalten, ihre Optionen gut zu überdenken und sich gegebenenfalls auf längere Reisezeiten einzustellen.

Für weiterführende Informationen und bei Fragen stehen die Homepage der Deutschen Bahn sowie die „DB Navigator“-App zur Verfügung, die aktuelle Auskünfte und Kontaktmöglichkeiten bieten.