In der Hennigsdorfer Wohnungsgenossenschaft (WGH) stehen große Veränderungen an. René Sperber, der seit dem 1. Januar 2021 als Technischer Vorstand agierte, wird seine Position Ende 2025 abgeben. Nachfolgerin wird ab Januar 2024 Petra Boettcher, die als erfahrene Architektin frischen Wind in die Planung, Projektsteuerung und Bauüberwachung bringen wird. Diese wichtige Personalie wurde von der Genossenschaft mit einem großen Frühstück für rund 55 Mitarbeiter einfühlsam beschlossen, wie die MAZ berichtet.
Während Sperbers Zeit als Vorstand wurde unter anderem das ambitionierte Neubauprojekt in der Schrodaer Straße initiiert, das bis zum Sommer 2024 49 Appartements und einen Clubraum bieten wird. Dank nachhaltiger Planung soll dieses Projekt mit ökologischem Mieterstrom aus Photovoltaikanlagen versorgt werden. Der Fokus der WGH liegt nach wie vor auf der Modernisierung und der nachhaltigen Instandhaltung aller Wohnanlagen, die für die Bewohner einen positiven Lebensraum gewährleisten.
Übernahme und neue Herausforderungen
Petra Boettcher betritt mit ihrem neuen Amt in einer Zeit, die für die Wohnungswirtschaft nicht ganz einfach ist. Die Herausforderungen ergeben sich durch die Energiekrise, regulatorische Hürden und die gesteigerten Baukosten, die alle Anbieter stark belasten, wie Wirtschaftsdienst beschreibt. Diese Bedingungen erschweren Investitionen in Neubau und Bestand, und viele Genossenschaften sind gezwungen, ihre Projekte zu überdenken oder gar zu verschieben, um nicht in einen Sanierungsstau zu geraten.
Mit Renés Sperber zieht es nun ab dem 1. Januar 2026 zu WBG 1903, wo er die Nachfolge von Randy Wilhelm antreten wird. Dort wird er gemeinsam mit der Betriebswirtin Anja Ronneburg die Herausforderungen der Wohnungswirtschaft angehen. Auch bei WBG 1903 wird an der strategischen und operativen Führung gefeilt, um die Genossenschaft zukunftssicher zu machen, wie auch in der Stadtspuren berichtet wird.
Nachhaltiger Kurs und Zukunftsperspektiven
Bei der WGH bleibt die Überzeugung stark, dass nachhaltige Instandhaltungsprojekte und intensive Modernisierungen unabdingbar sind. Nachträgliche Balkonanbauten sowie Dach- und Fassadeninstandsetzungen werden in den kommenden Jahren auf der Agenda stehen. Die erste Strangsanierung in Bestandswohnhäusern ist bereits für 2026 geplant.
Die Bedürfnisse der Bewohner stehen im Vordergrund, und trotz aller Herausforderungen zeigt sich die WGH optimistisch. Schließlich ist es wichtig, nicht nur bezahlbaren Wohnraum anzubieten, sondern diesen auch nachhaltig und zukunftsorientiert zu gestalten. Ein starkes Team mit einem guten Händchen in der Führung ist dafür entscheidend.
In diesem Sinne freuen sich die Bewohner auf die Entwicklungen unter der neuen technischen Leitung und auf die spannenden Projekte, die auf die Genossenschaft warten.