Die winterlichen Bedingungen haben in Oberhavel für Chaos auf den Straßen gesorgt. In der Nacht von Freitag auf Samstag, dem 3. Januar 2026, war das ganze Kreisgebiet von extremen Straßenverhältnissen betroffen. Eine heftige Glätte due zur winterlichen Witterung führte zu zahlreichen Unfällen, die die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen stellten. Besonders betroffen waren die B96 zwischen Löwenberg und Teschendorf, sowie die A10. Laut maz-online.de rutschten mehrere Fahrzeuge, darunter auch Lastwagen, von der Fahrbahn. Die Szene war geprägt von querstehenden Autos und durchdrehenden Reifen, was den Winterdienst und die Feuerwehr vor große Schwierigkeiten stellte, die Unfallstellen zu erreichen.

Auf der A10 gab es einen schweren Zusammenstoß, bei dem zwei Autos ineinander krachten. Dabei wurden zwei Personen verletzt und mussten aus den Fahrzeugen befreit werden. Insgesamt ereigneten sich in Oberhavel an diesem Tag 17 Verkehrsunfälle, bei denen 14 Personen verletzt wurden, am stärksten in Oranienburg. Besonders tragisch war ein Unfall, bei dem eine 49-Jährige mit ihrem Toyota frontal mit einem Kia kollidierte. Ihre 84-jährige Beifahrerin wurde dabei schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Auch ein Kind wurde verletzt, als ein Lexus im Mühlenbecker Land gegen einen Baum prallte, bedingt durch das Blitzeis.

Kritische Wetterverhältnisse

Die Polizei wies eindringlich auf die Gefahr von Blitzeis hin, insbesondere in der Nacht, wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken. Viele Verkehrsteilnehmer unterschätzen die kritischen Straßenverhältnisse, was oft zu gefährlichen Situationen führt, so etwa die Aufforderung der Polizei, die Geschwindigkeit zu reduzieren und Sicherheitsabstände zu vergrößern. Auch moz.de hebt die Wichtigkeit hervor, Fahrten während solcher Wetterbedingungen zu vermeiden, wenn dies nicht unbedingt nötig ist.

Experten vom TÜV raten in solchen Situationen zu einer Reihe von Maßnahmen: Autofahrer sollten die Geschwindigkeit stark reduzieren und bei winterlichen Bedingungen ihr Fahrverhalten anpassen. Es ist ratsam, vor der Fahrt das Fahrzeug komplett von Schnee und Eis zu befreien. Auch nach dem Start gilt es, vorsichtig zu fahren, da die Bremswege bei Glätte erheblich verlängert sind: Auf Schnee beträgt der Bremsweg das 3- bis 4-Fache, bei Glatteis sogar das 5- bis 7-Fache. Der TÜV warnt ausdrücklich vor der Gefahr von Blitzeis, das häufig bei sich ändernden Witterungsbedingungen auftritt. Wann immer es möglich ist, sollte man bei solchen Warnungen auf das Auto verzichten, wie tuev-thueringen.de erläutert.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Die winterlichen Straßenverhältnisse verlangen den Verkehrsteilnehmern alles ab. Ein sicheres Fahren in dieser Jahreszeit bedeutet, ein gutes Händchen zu haben und gut vorbereitet zu sein. Dazu gehört nicht nur die richtige Bereifung—Winterreifen mit einem Mindestprofil von 4 mm sind essenziell—sondern auch ein verantwortungsvolles Fahrverhalten. Die Polizei appelliert eindringlich an die Autofahrer, ihre Fahrweise den Verhältnissen anzupassen und größere Abstände zu halten. Vor dem Hintergrund sinkender Temperaturen und möglicher weiterer winterlicher Einsätze, bleibt es entscheidend, die Sicherheit auf den Straßen in den Vordergrund zu stellen.