
Im Zuge der Stärkung des Katastrophenschutzes hat der Landrat von Brandenburg eine neue technische Ausstattung an die Kommunen übergeben. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Bevölkerung in Krisensituationen besser unterstützen zu können. Zu den zentralen Elementen dieser Initiative gehören die sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürme, die in der Region eingerichtet werden.
Diese Leuchttürme sind spezielle Anlaufstellen, die in Notfällen wie langfristigen Stromausfällen als wichtige Informations- und Hilfspunkte agieren. Sie bieten nicht nur die Möglichkeit, Notrufe abzusetzen, sondern bieten auch Erste Hilfe, Trinkwassernotversorgungen sowie spezielle Unterstützung für Menschen mit Einschränkungen. Zudem verfügen die Leuchttürme über Lademöglichkeiten für mobile Geräte und können als Wärmeinseln genutzt werden. Laut der Meetingpoint Brandenburg gibt es in Brandenburg insgesamt 19 stationäre Leuchttürme und drei mobile Varianten.
Funktionen der Leuchttürme und Infrastruktur
Die Leuchttürme ermöglichen eine umfassende Unterstützung für die Notfallversorgung. Sie kümmern sich um die Grundbedürfnisse der Bevölkerung in Krisensituationen und sind darauf ausgelegt, Hilfsmaßnahmen zu organisieren, insbesondere für Personen, die aus verschiedenen Gründen besonders vulnerable sind. Der Landrat Köhler betont die Notwendigkeit von Selbst- und Nachbarschaftshilfe, um die Vorbereitung der Kommunen und der Bevölkerung zu optimieren.
Die Standorte der Leuchttürme wurden von den Kommunen selbst bestimmt, was die Effizienz der Notfallversorgung erhöhen soll. Neben den Leuchttürmen wurde ein zusätzliches Katastrophenschutzlager eingerichtet, das mit Feldbetten, Zelten und Heizungen ausgestattet ist. Diese Infrastruktur kann auch außerhalb von Katastrophenfällen für die Gefahrenabwehr genutzt werden.
Finanzierung und Zukunftsperspektiven
Für die Umsetzung dieser wichtigen Maßnahmen stellt das Land Brandenburg insgesamt 2,86 Millionen Euro zur Verfügung. Über 40 Millionen Euro sind zudem für die Errichtung der Katastrophenschutz-Leuchttürme eingeplant, wobei die Kosten bis Ende 2024 gedeckt werden sollen. Die Ministerien werden auch Netzersatzanlagen sowie mobile Heizungen und Tankanlagen beschaffen, um die Infrastrukturen weiter zu verbessern, erläutert die Webseite des Ministeriums für Inneres und Kommunales.
Ein zentraler Aspekt des Katastrophenschutzes in Deutschland ist die Einhaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen, wie sie im Gesetz über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe festgelegt sind. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe arbeitet eng mit den Ländern zusammen und sorgt für eine koordinierte Vorgehensweise im Zivilschutz. Dieses System ermöglicht es, effizient auf nationale Katastrophen zu reagieren und die Gefahrenabwehr gemeinschaftlich zu gestalten.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Stärkung des Katastrophenschutzes in Brandenburg ein wichtiger Schritt in Richtung einer effektiveren Notfallversorgung ist. Die Einrichtung der Leuchttürme ist ein konkretes Zeichen, dass die Herausforderungen von morgen mit einer gut organisierten Infrastruktur angegangen werden können.