25 Jahre Zukunft für Brandenburgs Wildnis – Jubiläumsfeier in Lieberose!

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Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg feiert am 15. Juni 2025 25 Jahre Wildnisentwicklung auf ehemaligen Militärflächen.

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg feiert am 15. Juni 2025 25 Jahre Wildnisentwicklung auf ehemaligen Militärflächen.
Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg feiert am 15. Juni 2025 25 Jahre Wildnisentwicklung auf ehemaligen Militärflächen.

25 Jahre Zukunft für Brandenburgs Wildnis – Jubiläumsfeier in Lieberose!

Am 15. Juni 2025 feiert die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg ein besonderes Jubiläum: 25 Jahre Einsatz für die Wildnisentwicklung auf ehemaligen Militärflächen. Importante Persönlichkeiten, darunter der Staatssekretär Gregor Beyer, haben sich angekündigt, um diesem besonderen Anlass in der Darre in Lieberose beizuwohnen. Auch Ministerin Hanka Mittelstädt lässt es sich nicht nehmen, ihre Glückwünsche für diese bemerkenswerte Leistung zu übermitteln. PNR24 berichtet.

Was hat die Stiftung in diesen 25 Jahren erreicht? Die Stiftung hat die Fläche, die sie für Wildnisentwicklungsprojekte sichert, auf über 15.150 Hektar mehr als verdreifacht. Dabei handelt es sich um ehemalige Truppenübungsplätze in Jüterbog, Heidehof, Lieberose und Tangersdorf. Diese Flächen sind viel mehr als nur brach liegendes Land; sie sind ein wichtiges Biotop für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die sich in den letzten Jahren dort ansiedeln konnten.

Waldbrandschutz im Fokus

Ein zentrales Anliegen der Stiftung ist der Waldbrandschutz. So wurden insgesamt 73 Kilometer Waldbrandschutzwege und 48 Kilometer Brandschutzstreifen angelegt. Um die Sicherheit in diesen Gebieten weiter zu erhöhen, stehen auch 17 Löschbrunnen und 5 Löschwasserentnahmestellen bereit. Diese Maßnahmen sind besonders relevant, da die letzten Jahre immer wieder zeigen, wie wichtig effektive Brandschutzmaßnahmen sind. Die Wildnisstiftung hebt hervor, dass die Entwicklung dieser Flächen Zeit und Geduld verlangt, da Wildnis nicht über Nacht entsteht.

Um die Region noch attraktiver zu gestalten, plant die Stiftung den Bau eines Besucherzentrums und die Einrichtung von Anlaufpunkten. Der Heideradweg, der auf einer ehemaligen Bahntrasse angelegt wurde, wird ebenfalls weiterentwickelt und könnte künftig ein beliebter Anziehungspunkt für Naturfreunde werden.

Natürliche Dynamiken verstehen

Wildnis ist in Deutschland ein vielschichtiger Begriff, oft verbunden mit Vorstellungen von unberührten Regenwäldern oder hohen Gebirgen. Doch diese Definition kann viel weiter gefasst werden, wie uns das Bundesamt für Naturschutz lehrt. Auf ehemaligen Militärflächen können auch steppenartige Landschaften oder sogar überflutete Gebiete ausgezeichnete Lebensräume darstellen. Wesentlich für die Entwicklung dieser Wildnis ist die Nichtnutzung der Gebiete und das Zulassen natürlicher Dynamiken. Nur so kann sich ein ökologisches Gleichgewicht entwickeln.

In den letzten Jahren wurden über 1,4 Millionen Euro an Fördermitteln des Landes, des Bundes und der EU in die Projekte der Stiftung investiert. Ein beeindruckendes Engagement, das beweist, dass die Akzeptanz für diese wertvollen Wildnisflächen vor Ort weiterhin gestärkt werden soll. Die Akteure aus Naturschutzverbänden, Forschung und Verwaltung arbeiten dabei Hand in Hand, um die natürlichen Prozesse in diesen einzigartigen Lebensräumen zu fördern.

Damit die Wildnis in Brandenburg nicht nur ein Konzept bleibt, sondern auch in der Wahrnehmung der Menschen verankert wird, setzen sich die Mitstifter der Stiftung – darunter die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, NABU, WWF Deutschland und das Land Brandenburg – aktiv für die Wildnisentwicklung ein.